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2. Nachhaltigkeitskongress

Corporate Citizenship - Nürnberger Unternehmer und Unternehmerinnen engagieren sich für ihre Stadt

Der 2. Nachhaltigkeitskongress, bei dem auch der 2. Nachhaltigkeitspreis der Stadt Nürnberg verliehen wurde, fand am 6. Oktober 2005 in der 
IHK Akademie Mittelfranken
  statt.

Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner und
Umweltbürgermeister Dr. Klemens Gsell begrüßen die Gäste
Die Kulturreferentin Frau Prof. Dr. Julia Lehner führt durch den Nachhaltigkeitskongress Prof. Dr. Julia Lehner führt als Moderatorin des Vormittags mit Charme und sympathischen Werben für den Nachhaltigkeitsgedanken durch das Kongressprogramm.

Nach der Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Kulturreferentin der Stadt Nürnberg eröffnet Umweltbürgermeister Dr. Klemens Gsell mit einer kurzen Rede den 2. Nachhaltigkeitskongress der Stadt Nürnberg.
 
Herr Umweltbürgermeister Dr. Klemens Gsell eröffnet den 2. Nachhaltigkeitskongress Umweltbürgermeister Dr. Klemens Gsell würdigt in seiner Eingangsrede das Engagement vieler Nürnberger Unternehmerinnen und Unternehmer für die Ziele des Nachhaltigen Wirtschaftens. 
Er stellt bei dieser Gelegenheit heraus, dass auch die Stadtverwaltung Nürnberg sich dem Grundgedanken der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt und deshalb in allen Referaten und Geschäftsbereichen konkrete Nachhaltigkeitsprojekte auf den Weg gebracht worden sind.

  

Grundsatzreferat Prof. Dr. Franz Josef Radermacher
Mitinitiator des Global Marshall Plan

"Öko-soziale Marktwirtschaft - ethische, soziale und kulturelle Verantwortung von Unternehmern am Wirtschaftsstandort und in der Weltwirtschaft"

Grundsatzreferat von Prof. Dr. Franz Josef Radermacher

Professor Dr. Radermacher stellt in den Mittelpunkt seines beeindruckenden und die Teilnehmer des Kongresses nachdenklich stimmenden Referates die Frage, schaffen die nationalen Regierungen  und die supranationalen Organisationen im Zusammenwirken mit den  global agierenden großen Wirtschaftskonzernen die öko-soziale Balance oder werden wir weiterhin den Zustand von Machtballung und großem Reichtum bei einer Minderheit der Weltbevölkerung haben.

Am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland zeigt Prof. Dr. Radermacher auf, wie der Versuch der nationalen Politik die Folgen der Globalisierung abzuschwächen, sehr frühzeitig an Grenzen stößt. Im Ergebnis hat dies nach seiner Auffassung bis jetzt dazugeführt, dass die Verlierer dieser Politik die Arbeitnehmer und die mittelständische Wirtschaft, die sich dem Standort Deutschland verpflichtet fühlt, waren.
Er macht deutlich, dass neue Strategien und neue Spielregeln für Nachhaltigkeit auf nationaler und internationaler Ebene entwickelt werden müssen, um die Politik und die großen multinationalen Wirtschaftskonzerne zu einer gemeinsamen Gestaltungsverantwortung für eine öko-soziale Balance sowohl im nationalen Sinn wie im globalen Maßstab zu gewinnen. Nur so lässt sich nach seiner Überzeugung eine weltweite soziale Marktwirtschaft entwickeln, in der die Würde des Menschen und eine ethische Verantwortung für künftige Generationen einen hohen Stellenwert haben.

Am Ende seiner Ausführungen würdigt Prof. Dr. Radermacher die Initiative der Stadt Nürnberg und das offensichtliche Engagement Nürnberger Unternehmen für die Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung. Die Ausschreibung eines Nachhaltigkeitspreises ist für Prof. Dr. Radermacher ein durchaus geeigneter Anreiz Unternehmen für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und zu gewinnen.

Wesentliche Grundgedanken, die Prof. Dr. Radermacher in seinem Referat dargelegt hat, finden sich in einem Aufsatz unter dem Titel "Eine globale Wirtschaftsethik für weltweite Herausforderungen", die Sie Sie als pdf-Datei (126 kB) downloaden können.

Die Ziele des Global Marshall Plan, dessen Mitinitiator Prof. Dr. Franz Josef Radermacher ist, können Sie unter www.globalmarshallplan.org im Internet nachlesen.

 

Verleihung des Nachhaltigkeitspreises 2005

Umweltbürgermeister Dr. Klemens Gsell verleiht zusammen mit Kulturreferentin Prof. Dr. Lehner den Nachhaltigkeitspreis 2005 der Stadt Nürnberg an folgende Preisträger:
Frau Ingrid K Hofmann
für das Unternehmen I.K. Hofmann GmbH
Herrn Günther Riedel
für das Unternehmen Nürnberger Versicherungsgruppe
Herr Peter H. Richter
für das Unternehmen WBG Nürnberg Gruppe
Herr Uwe Walzel erhält für das Backhaus Walzel in Nürnberg 
eine Anerkennungsurkunde, insbesondere für sein vorbildliches Engagement in der Lehrlingsausbildung.

Die Preisträger des Nachhaltigkeitspreises 2005

von links nach rechts: Frau Prof. Dr. Julia Lehner (Kulturreferentin der Stadt Nürnberg)
Herr Peter H. Richter (WBG Nürnberg Gruppe - Preisträger Nachhaltigkeitspreis 2005)
Frau Ingrid Hofmann (I.K. Hofmann GmbH - Preisträger Nachhaltigkeitspreis 2005)
Herr Günther Riedel (Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherungsgruppe - Preisträger Nachhaltigkeitspreis 2005)
Herr Dr. Klemens Gsell (Bürgermeister Geschäftsbereich Umwelt)
Herr Uwe Walzel (Backhaus Walzel - Preisträger Anerkennungsurkunde 2005 für Nachhaltiges Wirtschaften)

In seiner Laudatio würdigt Umweltbürgermeister Dr. Gsell an vielen konkreten Beispielen das Engagement der Preisträger für Nachhaltigkeit insbesondere ihre erfolgreiche Unterstützung von sozialen, kulturellen und ökologischen Projekten in Nürnberg.

Die Preisträger bekennen sich in kurzen Statements zur Notwendigkeit eines Nachhaltigen Wirtschaftens und appellieren an Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Manager in der Wirtschaftsregion Nürnberg die Idee des nachhaltigen Wirtschaftens aufzunehmen und in ihren Unternehmen schrittweise umzusetzen.

 

Beendigung des Kongresses und Überleitung zur Nachhaltigkeitsbörse

Die Moderatorin Frau Prof. Dr. Julia Lehner bedankt sich nach der Preisverleihung zunächst bei den Preisträgern für ihr Engagement am Wirtschaftsstandort Nürnberg und leitet zur Nachhaltigkeitsbörse zusammen mit dem Mittagsimbiss über.

Frau Prof. Dr. Julia Lehner gibt eine kurze Übersicht zu den Informationsständen der Nachhaltigkeitsbörse:

Bündnis für Familie
Kinderkulturforum Ufo
Bund Naturschutz
Biomodellstadt Nürnberg
Sustainable Excellence

Viele Teilnehmer des Kongresses nutzen die Nachhaltigkeitsbörse und den Mittagsimbiss zu interessanten Gesprächen und zu einem Erfahrungsaustausch über die Möglichkeiten des Nachhaltigen Wirtschaftens in ihren Unternehmen.

Bündnis für Familie Kinderkulturforum Ufo Biomodellstadt Nürnberg Bund Naturschutz Nürnberg

 

Nürnberg bleibt auf seinem Nachhaltigkeitskurs

Der 2. Nachhaltigkeitskongress der Stadt Nürnberg war ein weiterer Baustein auf einem langen Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Handeln der Wirtschaft.

Weitere Initiativen von Unternehmen aus der Wirtschaftsregion Nürnberg werden die Fortsetzung dieses Weges unterstützen.