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Netzwerk COUP 21  

Nachhaltiges Wirtschaften in Unternehmen -
Mitverantwortung für den Strukturwandel der Gesellschaft 

Auf Initiative des Leiters des Umweltamtes der Stadt Nürnberg, Herbert Christ, wurde am 7. Dezember 1999 das Netzwerk COUP 21 gegründet.

Das Netzwerk COUP 21 hat den Anspruch, im Sinne der lokalen Agenda 21 ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung vor dem Hintergrund einer zunehmend globalisierten Welt miteinander zu verbinden. Im Mittelpunkt der Netzwerkarbeit stehen deshalb nicht nur ökologische Fragen, sondern auch Themen wie soziale und interkulturelle Kompetenz, Wissensmanagement am Bildungsstandort Nürnberg und Frauenförderung - Familie und Arbeitswelt.

Rund 30 Unternehmen engagierten sich zusammen mit der IHK Nürnberg für Mittelfranken sowie weiteren beratenden Organisationen wie future e.V., Öko-Institut Freiburg und Wuppertal, Institut für Zukunftskonzepte bei der Vernetzung ökologischer, sozialer und kultureller Themen mit ökonomischen Zielen. 

Die Projektarbeit des Netzwerkes COUP 21 wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in der Zeit von März 2001 bis April 2003 mit einem Zuschuss gefördert.

Die Arbeitsgruppen mit Nürnberger Unternehmen begannen ihre Arbeit im Januar 2000 im Rahmen des "Runden Tisches Umwelt und Wirtschaft" mit zukunftsrelevanten Themen, wie zum Beispiel

 IPP - Integrierte Produktpolitik - Produktbezogener Umweltschutz
Zukunftsfähiges Nürnberg - Soziale und interkulturelle Kompetenz / Wissensmanagement / Frauenförderung - Familie und Arbeitswelt
Entwicklung eines integrierten Nachhaltigkeits-Management am EFQM-Ansatz

und erarbeiteten wichtige Ergebnisse.

Weitergeführt werden selbstverständlich die erfolgreichen Projekte Integrierte Produktpolitik (IPP) - den aktuellen IPP-Leitfaden finden Sie im Downloadbereich - sowie die Infobroschüre zu Sustainable-EFQM der Nürnberger Sustainable Excellence Group.

Zukunftsorientierte Unternehmen wissen: 
Neue Wege sind schwer zu beschreiben - sie entwickeln sich erst beim Gehen. 

 

Folgende Überlegungen haben zur Gründung des Netzwerkes geführt:

Die Wirtschaft ist zu einem dominierenden Faktor für die gesellschaftliche Entwicklung geworden. 
Als Folge der Globalisierung und der finanziellen Strukturkrise des Sozialstaates, sind die Gestaltungsmöglichkeiten des Staates zurückgegangen. 
Unternehmer und Manager der Führungsebene tragen deshalb eine hohe Verantwortung für die sozialen, ökologischen und kulturellen Herausforderungen insbesondere auch am Wirtschaftsstandort ihres Unternehmens.
Nachhaltige Unternehmen stellen sich ausdrücklich diesen Herausforderungen und sichern die Lebenschancen heutiger und künftiger Generationen z.B. durch Corporate Citizenship. 

Zukunftsfähige Unternehmen engagieren sich für eine Ökonomie der Nachhaltigkeit 

Shareholder Value und Nachhaltigkeit sind kein Gegensatz mehr. 
Ein Umweltrating wie der „Dow Jones Sustainability Group Index“ zeigt: 
Umweltrisiken, ökologische und soziale Leistungen fließen zunehmend in die ökonomische Bewertung eines Unternehmens ein.
Umweltrisiken, wie die globalen Klimaveränderungen, erfordern besonders von Nachhaltigen Unternehmen verstärkte Anstrengungen für den Klimaschutz.

Nachhaltige Unternehmen setzen auch soziale und kulturelle Akzente

Sie beteiligen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Gestaltungsprozess für Nachhaltiges Wirtschaften. 
Sie streben eine soziale Balance zwischen den Generationen an.
  

Nachhaltigkeitspakt der Stadt Nürnberg

Am 7. Mai 2001 wurde im Nürnberger Rathaus der Nachhaltigkeitspakt der Stadt Nürnberg zusammen mit 40 Unternehmensvertretern unterzeichnet. 

Die federführende Unterzeichnung erfolgte durch den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, den Umweltreferenten und den Wirtschaftsreferenten der Stadt Nürnberg, den Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken und den Kreisvorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes Mittelfranken.
  

Nachhaltigkeitskongress / Nachhaltigkeitspreis 

Am 11.03.2003 veranstaltete die Stadt Nürnberg in der NürnbergMesse den 1. Nachhaltigkeitskongress. Bei diesem Kongress wurde durch den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg der erste Nachhaltigkeitspreis der Stadt Nürnberg verliehen.

War der Fokus des Netzwerkes bis 2003 auf Nachhaltigkeitsansätze in den Unternehmen gerichtet, so sollten von  2004 bis 2007 die Unternehmen am Wirtschaftsstandort Nürnberg für ein Nachhaltigkeitsengagement in der Gesellschaft gewonnen werden. Vor dem Hintergrund der Veränderungen des Sozialstaates und der schwierigen Situation der öffentlichen Haushalte bekommt die Frage der Nachhaltigkeit in einer Großstadt wie Nürnberg eine neue Bedeutung.

Für Umweltbürgermeister Dr. Klemens Gsell traten deshalb die Themen "Corporate Citizenship" und "Private Public Partnership" in den Mittelpunkt der weiteren Arbeit des Netzwerks COUP 21.
Daran orientieren sich die Ausschreibung des Nachhaltigkeitspreises 2005 und der 2. Nachhaltigkeitskongress im Herbst 2005.

Mit der Vergabe des 3. Nachhaltigkeitspreises am 12.11.2007 mit dem Schwerpunkt  "Förderung der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen" tritt die erfolgreiche Arbeit des Netzwerks in eine Denkpause über den weiteren Weg der Nachhaltigkeitsstrategie in Nürnberg.

Weitergeführt werden selbstverständlich die erfolgreichen Projekte Integrierte Produktpolitik (IPP) - den aktuellen IPP-Leitfaden finden Sie im Downloadbereich - sowie die Infobroschüre zu Sustainable-EFQM der Nürnberger Sustainable Excellence Group.
  

Ansprechpartner:

Ansprechpartner für Fragen zum Netzwerk COUP 21

Georg Janoschka  Umweltamt der Stadt Nürnberg Telefon 0911 / 231 2727
Dr. Reinhold Harrer Umweltamt der Stadt Nürnberg Telefon 0911 / 231 2536